Warum schon Kinder mit Yoga vertraut gemacht werden sollten

 

Yoga ist eine indische Lehre von der Verbindung von Geist und Körper. Im Alter von 3 bis 4 Jahren können Kinder mit Yoga beginnen. Bis einschließlich 7 Jahre gestaltet sich der Unterricht sehr spielerisch. Ab dem Schulalter wird auch die Wissbegier der Kinder gestillt und sie lernen wofür ihnen die Übungen körperlich und geistig nützlich sein können.

 

Im Yoga steht nicht die Leistung im Vordergrund. Durch Ausprobieren von Körperstellungen und Atemtechniken nehmen die Kinder ihren Körper wahr und entwickeln ein Gespür für ihn. Es werden explizit solche Übungen ausgewählt, die altersgerecht sind und auf die anatomischen Besonderheiten von Kindern eingehen. Da sich die Muskeln beispielsweise bei Kindern erst noch ausbilden, werden die Yogastellungen nicht lange gehalten und es werden nur solche Atemtechniken angewendet, die für das Alter entsprechend förderlich sind.

 

Im KinderYoga wird nicht korrigiert sondern motiviert. Kinder erlernen die Übungen durch Nachahmen von alleine – alles darf sein. Jede Art von Druck, Wettbewerb, Vergleichen und Bewerten ist nicht Teil des Unterrichts.


Da Kinder sich heutzutage viel zu wenig bewegen, ist die Muskulatur oft nicht ausreichend trainiert und viele sind nicht in der Lage einfache Dehnübungen durchzuführen, auch die Körperspannung fehlt oft. Im KinderYoga wird auf spielerische Übungen und nicht auf Kraft und Ausdauertraining Wert gelegt. Gelenke, Sehnen und Muskulatur sollen nicht überstrapaziert werden. Yogaübungen ab dem Kindesalter verhelfen dazu unter anderem Haltungsschäden, Spannungskopfschmerzen, Konzentrationsstörungen sowie Defizite in der körperlichen und geistigen Entwicklung zu mindern und vorzubeugen. Auch auf ADHS-Kinder hat das regelmäßig praktizierte Yoga eine beruhigende und ausgleichende Wirkung. KinderYoga regt den Energiefluss an und stärkt die Muskulatur.

 

Kinder lernen die Unterschiede zwischen Anspannung und Entspannung, Bewegung und Ruhe kennen. Durch das Spüren und Nachspüren der Übungen und spezielle Wahrnehmungsübungen lernen Kinder ihren Körper zu erleben und zu fühlen und achtsamer mit ihm umzugehen.

 

Unsicherheit, Negative Erfahrungen wie Gehänselt oder ausgelacht zu werden, Beschämung, Angst, Sorgen und Stress verspannen und verkrampfen die Muskulatur des Kindes und beeinflussen zugleich seine Atmung, die sehr flach wird. KinderYoga verhilft durch gezielte Atemübungen zum Abbau muskulärer und emotionaler Spannungen und lehrt Kindern schon früh solche Instrumente selbst anzuwenden.


Extrovertierte, hochsensible und hyperaktive Kinder profitieren im Besonderen Maße von KinderYoga, da sie mit ruhigeren Momenten des Lebens vertraut gemacht werden und ihre Selbstwahrnehmung geschult wird. Schüchterne und sensible Kinder erlangen Selbstvertrauen und werden mutiger.

 

Wie eine KinderYoga-Einheit aufgebaut ist, lest ihr hier ...